Die Matriarchin

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Dies ist die einzige Geschichte, die ohne Interview auf diesem Blog veröffentlicht wird. Sie handelt von meiner Mutter, meiner größten Inspiration! (und dieser Post ist auch eine Hommage an sie und eine Überraschung für sie)

Ihr Name ist Cleide Tavares de Oliveira Araripe. Sie wurde auf dem Land in der kleinen Stadt Abatiá im Innern von Paraná geboren, als zweites von sechs Kindern und eine ewig Suchende nach Wissen.

Seitdem sie klein war, wollte sie immer zur Schule gehen – was für ihre Eltern, die noch nicht einmal die Grundschule abgeschlossen hatten, nicht viel Sinn ergab. Sie durfte dies nur unter der Bedingung, dass ihr älterer Bruder ebenfalls ginge, um sie zu begleiten. Sie war fleissig und wurde von der Schülerin auch zur Schulköchin, und von da an wäre ihr Schicksal festgestanden, hätte es nicht einen extremen Klimaeinfluss gegeben! Es war das Ende der 70er Jahre und ein außergewöhnlicher Frost zerstörte in kürzester Zeit die gesamte Kaffeeplantage ihrer Familie. Sie lösten die verzweifelte Situation, indem sie in den Großraum São Paulo zogen um nach einem neuen Leben weit weg der Felder zu suchen, auf den Böden der Fabrik, die zu jener Zeit unaufhörlich hervorschossen.

Im Gepäck nahm Cleide ein kürzlich abgeschlossenes Grundschullehrer Diplom mit sich und den Traum, eines Tages wieder einen Klassenraum zu betreten. Aber auf der Suche nach Möglichkeiten in der Großstadt fand sie einen Platz im administrativen Bereich von Unternehmen, wo sie arbeiten und später die Familie, die sie gerade aufbaute, ernähren konnte. Es war ein weiteres Mal das Klima, das 1992 die Gesundheit ihrer zwei Kinder beeinträchtigte und sie dazu brachte, die Koffer zu packen und nach Sorocaba im Innenland von São Paulo zu ziehen. Auf der Suche nach mehr Lebensqualität und frischerer Luft betrat Cleide auch wieder eine Schule. Dieses Mal war es, um im Personalbereich zu arbeiten.

2003 trat ich in die journalistische Fakultät ein, und sie beschloss, das gleiche zu tun, aber sie wählte die Pädagogik. Es trennten sie mehr als 20 Jahre von ihrem Magister auf dem Dorf und jetzt kehrte sie an den Ort zurück, wo sie immer sein wollte: den Klassenraum.

Ich muss nicht extra erwähnen, dass aus dieser Frau eine hervorragende Lehrerin wurde. Sie setzte noch einen Master im Lehramt darauf und wurde zur meist gefragtesten Person in Bezug auf das Bildungssystem, die ich kenne. Heute ist Cleide, meine Mutter, Universitätsdozentin und fordert jeden Tag ihre Studenten heraus, aktive und engagierte Lehrer zu sein, verliebt in das Lernen und Lehren. Sie zeigt mit Liebe, dass Bildung bei den Menschen beginnt. So tut meine Mutter ihren Teil: indem sie bessere Erzieher ausbildet, die zum Werden besserer Bürger beitragen. Die, die schon so viele Herausforderungen geerbt haben, aber von denen wir hoffen, dass sie mit ihnen besser umgehen können als wir selbst.

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